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Wechseljahre – Was genau wechselt eigentlich?

Wechseljahre - Was wechselt eigentlich

Wechseljahre – Was genau wechselt eigentlich?

Wechseljahre! Lange Zeit ein unschönes Wort, weil es den Eindruck von alt, schwach und vergänglich macht. Daran waren die Medien nicht ganz unbeteiligt. Frauen in den Wechseljahren wurden gerne mit grauen Haaren und etwas traurigem Aussehen abgebildet. Erst in letzter Zeit scheinen auch die Medien herausgefunden zu haben, dass man nicht sofort alt aussieht, nur weil die Hormone verrückt spielen.

Ich habe mir mal erlaubt genauer über das Wort „Wechsel“ nachzudenken und siehe da, ich entdecke plötzlich auch sehr viel positives darin, z. B. den Wechsel im Sport, den Tapetenwechsel, Wechselkleidung oder Wechselgeld.

All diese Worte klingen überhaupt nicht negativ. Im Gegenteil! Ein Wechsel bedeutet immer nur eins: eine Veränderung, weder gut noch schlecht. Die Wertung liegt also immer bei einem selbst.

So eben auch beim Wort Wechseljahre. Es bedeutet Veränderung. Nicht mehr und nicht weniger!

Rein medizinisch betrachtet ist damit die Zeit vor und nach der Menopause gemeint, in der es zu hormoneller Umstellung im Körper kommt, ähnlich wie es zu Beginn und am Ende unserer Pubertät der Fall war.

Interessant ist auch die Erklärung der Wechseljahre aus spiritueller Sicht. Hier wird diese Zeit als „Neuanfang“ bezeichnet und da gehören auch alle hormonellen Umstellungen zu.

Was verändert sich wirklich?

Einfach gesagt wechselst du nun von der fruchtbaren in die unfruchtbare Phase, in der von der Natur vorgesehen ist, dass keine Fortpflanzung auf natürlichem Wege mehr stattfindet.

Unsere Energie müssen wir manchmal überlegter einteilen, denn einiges war in der Zeit vor der Menopause einfacher und mit mehr Power zu managen.

Unsere Aufgabe als Familienmanagerin tritt nun in den Hintergrund, weil die Kinder bereits aus dem Haus oder aber schon gut aus dem Gröbsten herausgewachsen sind. Der Stress lässt nach.

Wir spüren die Reaktion unseres Körpers, wenn wir uns mal wieder etwas zu viel vorgenommen haben.

Ein klares Zeichen die Dinge etwas langsamer anzugehen. Achte mal selbst darauf, auf das, was dir dein Köper über Symptome mitteilen will.

Die Sache mit dem Gewicht

Auch der Stoffwechsel verändert sich und das weiß ich nicht nur aus Büchern. Wie mir das persönlich aufgefallen ist? Ganz einfach, meine Hose aus dem Vorjahr ließ sich nach dem Sommer einfach nicht mehr problemlos schließen. Ich hatte tatsächlich an Gewicht zugelegt, ohne dass ich mehr gegessen hatte. Ich habe dies als unmissverständliches Zeichen genommen (wenn auch nicht sofort), dass mein Körper ab jetzt wohl etwas mehr Zeit zur Verarbeitung braucht. Ich habe angefangen mich etwas mehr zu bewegen, so dass ich auch diese Situation einigermaßen im Griff habe.

Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht mal eine Diät zu machen, doch diesen Gedanken dann doch wieder ganz schnell beiseite geschoben. Ich habe keine Lust mehr auf Verzicht, auf Dinge die mir nicht schmecken, auf Kalorienzählen oder was weiß ich sonst noch. Mir ist es mittlerweile egal ob ich eine Hosengröße mehr trage, denn ich fühle mich wohl in meiner Haut und bin sehr zufrieden mit mir. 

Was bin ich heute wieder launisch

Und wo wir gerade beim Thema Zufriedenheit und Stimmung sind. Zu Beginn der Wechseljahre ist es mir öfter passiert, dass ich von jetzt auf gleich von himmelhochjauchzend nach zu Tode betrübt gekippt bin. Lange habe ich versucht dagegen anzukämpfen und es dann schließlich gelassen. Zurückgebeamt in die pubertäre Phase und mit dem Wissen von heute habe ich mir gesagt: „Es sind die Hormone, das geht wieder vorbei!“

Mir geht ein Licht auf

Mir wird auf einmal so einiges bewusst, z. B., dass jetzt viel mehr Zeit für mich selbst zu Verfügung steht, weil die intensive Familienphase aufgehört hat. Zunächst komisch doch bedauert habe ich es nicht. Solltest du übrigens auch nicht tun. Es gehört dazu den nächsten Schritt zu dir Selbst zu machen. Lerne dich und deine Bedürfnisse wieder wertzuschätzen und zu befriedigen. 

Auf neuen Kurs Fahrt aufnehmen

Wir biegen rasant ein in eine neue Phase unseres Lebens. Manchmal noch ungewohnt und unsicher, doch auch die Chance für neue Träume und Visionen.

Empfangen wir sie mit Freude und offenen Armen und ich bin mir sicher, dass sich auch für dich eine neue Welt öffnen wird, in der du mit Freude und Leidenschaft deinen neuen Weg gehen kannst.

Ich jedenfalls bin bereit für die nächste Phase. Pfeifen wir auf’s Alter!

Über Heikes Blogs

In meinen Blogs schreibe ich über wiedererkennbare, manchmal lustige und auch ernste Themen, immer informativ, mit Freude und Herz. Für die junge, fröhliche, nette, frische, kluge Frau die schon 50 ist, aber immer noch voller Leben steckt. Die Blogs erscheinen sehr regelmäßig, wenn auch nicht immer am selben Wochentag.

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Über die Autorin

Heike Freudenberger

Heike Freudenberger

Ich, Heike (geb. 1964) bin eine echte Spätzünderin in Sachen Multimedia. Erst nach meiner Scheidung begann ich vorsichtig zu schreiben und wurde erst richtig glücklich, als ich nach 17 Jahren meinen heutigen Partner wieder traf. Deshalb habe ich es jetzt manchmal eilig, um den Rest des Lebens so gut wie möglich zu genießen. Mein Motto: "Das Leben ist zu kurz, um drinnen zu sitzen, in den Fernseher zu schauen und langweilige Klamotten zu tragen."